Genf bleibt ein teures Pflaster

Der Erwerb von Wohneigentum bleibt in der Stadt Genf, auch nach einer leichten Entspannung am Immobilienmarkt für die meisten Einwohner ein unerfüllbarer Traum. Gesucht sind deshalb vor allem Eigentumswohnungen mit staatlich kontrollierten Preisen.

In der Stadt Genf eine Wohnung zu erwerben, ist über Jahrzehnte ein viel Geduld und Geld erforderndes Unterfangen gewesen, das sich zu Beginn dieses Jahrhunderts zu einer wahren Herausforderung entwickelt hat.

In letzter Zeit hat sich durch verschiedene neue Wohneinheiten und einen rückläufigen Zuzug von gutbetuchten Ausländern die Lage etwas entspannt.

Nach Angaben der Société Privée de Gérance (SPG) https://www.spg.ch/, gingen die Preise für eine Eigentumswohnung in einem Quartier wie Florissant, Champel oder Petit Saconnex, die bis zum Jahr 2010 noch 14 000 bis 17 000 Fr. pro m² gekostet hatte, auf 11 000 bis 13 000 Fr. pro m² zurück.

Kaufinteressenten mit «beschränkten Mitteln» bleibt in der Stadt Genf deshalb nur die Hoffnung, den Zuschlag für eine Eigentumswohnung zu erhalten, die zu einem staatlich kontrollierten Preis verkauft und damit indirekt subventioniert wird. In Wohnhäusern, die in den sogenannten ‘’Entwicklungsgebieten’’ erstellt werden, dürfen Promotoren einen Teil der erstellten Wohnungen als Eigentumswohnungen verkaufen. Dabei gelten allerdings staatlich festgelegte Preise von etwa 6000 Fr. pro m². Diese Preise sind für alle Quartiere gleich und gelten auch im Fall eines Wiederverkaufs während der ersten zehn Jahre.

Trifft man die Entscheidung in Genf eine Immobilie zu kaufen ist es ratsam sich an einen Finanzfachmann zu wenden. Dieser wird in allen Punkten behilflich sein.

Vorab 10 goldene Regeln die beim Kauf einer Immobilie in der Schweiz wichtig sind:

  1. In den Grundsätzen ist das Immobilienrecht der Schweiz landesweit einheitlich, jedoch sind diverse regionale Besonderheiten in den 26 Kantonen zu beachten.
  2. Ausländer brauchen für den Kauf einer Immobilie eine Bewilligung nach der Lex Koller (früher Lex Friedrich). Dies gilt auch, wenn eine Gesellschaft zwischengeschaltet wird oder Treuhänder auftreten.
  3. In vielen Kantonen dürfen Ausländer Immobilien als Zweitwohnsitze nur in Orten kaufen, die als Tourismusgemeinden definiert sind.
  4. Je nach Ortschaft kommen Beschränkungen bezüglich der Kaufsummen und der Zahl der an Ausländer verkaufbaren Objekte hinzu.
  5. Die öffentliche Beurkundung des Kaufvertrags erfolgt in der Regel durch Notare. In vielen Kantonen sind auch Gemeindeschreiber, Grundbuchverwalter oder öffentlich bestellte Rechtsanwälte dafür zuständig.
  6. Die Beurkundung sollte an dem Ort erfolgen, an dem das Grundstück liegt. Kenntnisse der kantonalen Besonderheiten und Kontakte zu den Behörden öffnen viele Türen.
  7. Die Einrichtung der Grundbuchämter ist in der Schweiz Aufgabe der Kantone. Insgesamt gibt es ca. 340 Grundbuchämter.
  8. Vor Abschluss eines Kaufvertrags sollte man sich stets einen aktuellen Ausdruck aus dem Grundstücksregister besorgen.
  9. In den meisten Kantonen bestehen für die einzelnen Erwerbsvorgänge unterschiedliche Steuersätze.
  1. In vielen Kantonen ist die Vererbung von Immobilien an Ehegatten oder Kinder steuerfrei. Wo dies nicht der Fall ist, richtet sich die Höhe der Erbschaftsteuer unter anderem nach der Lage des Grundstücks.
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